Geschenke sollen Freude machen
Schenken ist manchmal eine heikle Angelegenheit und mancher ist dabei schon unbedacht in irgendwelche Fettnäpfchen getreten.
Natürlich hat jeder Beschenkte seine eigenen Vorlieben und was dem einen missfällt, macht einem anderen viel Freude. Aber ein paar Grundregeln gibt es schon, die zu beachten sind:
Regel Nr. 1: Schenken Sie einer Frau nie, nie, nie Haushaltsgegenstände wie Bügeleisen oder Bügelbretter. Das bereitet der Beschenkten in den seltensten Fällen wirkliche Freude.
Regel Nr. 2: Schenken Sie einem Mann nie einfallslose Socken oder diese 08/15-Unterhosen. Das fand er schon als kleiner Junge immer schrecklich.
Regel Nr. 3: Auch das Verschenken von Seifen und Deodorants ist eine äußerst heikle Angelegenheit, die auf beiden Seiten ganz leicht zu Missverständnissen führt.
Einfühlungsvermögen ist gefragt
Ob ein Geschenk gut ankommt, hat aber auch mit dem Selbstgefühl des Beschenkten zu tun. Wer sich als zu dick empfindet, freut sich nur selten über Schlemmer-Kochbücher oder Diätpralinen. Schlemmergeschenke sind daher den Menschen vorbehalten, die entweder gar kein Gewichtsproblem haben oder die vielleicht eines haben, aber ganz offen damit umgehen und locker darüberstehen. Als ähnliche Fettnäpfchen (oder Minenfelder?) könnten sich manche Gesichtscremes (gegen Pickel, für die reife Haut) erweisen oder Lockenstäbe bei dünnen, kurzen Haaren. Ein solches Geschenk ist eine Acht- und Gedankenlosigkeit. Und wenn es dann noch lieblos eingepackt ist, braucht man sich über eine entsprechende Reaktion nicht zu wundern.
Auch von gut gemeintem missionarischem Eifer sollte man Abstand nehmen. Wenn jemand ein ausgemachter Kulturbanause ist, wird er/sie sich nicht über ein ganzjähriges Theater-Abo freuen. Wenn jemand partout nicht verreisen mag, hilft dagegen kein Last-Minute-Flug. Und wenn jemand bekennend unsportlich ist, sollte man ihm/ihr keine Geschenke für Sport und Fitness machen. Das frustriert die Beschenkten - und, weil die Freude ausbleibt, auch die Schenkenden.
Geschenke sollen doch eigentlich eines machen: Freude schenken.
Und deshalb sollte der Schenker nicht von sich und seinen Interessen ausgehen, sondern ganz klar von den Interessen und Vorlieben des Menschen, der beschenkt werden soll.
Geschenke, die gut ankommen
Die Grundregel, damit Geschenke gut ankommen, heißt: Ein Geschenk muss zeigen, dass man aufmerksam war und sich wirklich Gedanken gemacht hat. Das A und O ist deshalb zu überlegen, was der Betreffende gern mag, womit er/sie sich gern beschäftigt, welche Hobbies er/sie pflegt. Hier ein nach Interessen passendes Geschenk zu wählen, ist das beste Rezept.
Natürlich beweist es auch sehr viel Aufmerksamkeit, wenn der Beschenkte irgendwann einmal nebenbei einen Wunsch oder ein Bedürfnis erwähnt hat, und man einige Zeit später (zum Geburtstag, zu Weihnachten oder einfach zwischendurch) diesen Wunsch erfüllt. Größer kann die Freude dann eigentlich nicht sein.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Auswählen und Schenken.